Das Modell von Wolfgang Güttel und Astrid Kleinhanns-Rollé auf einer Seite.
Ist es fachlich richtig und gut?
Gefragt, wenn Fehler, Nacharbeit und Reklamationen zunehmen.
Excellence-Mode: Blick auf Fakten, fachliche Skills, sichert Qualität.
Zu viel davon, wenn Perfektion wichtiger wird als Fortschritt und Ergebnisse.
Wird zuverlässig umgesetzt?
Gefragt, wenn Termine reißen und sich Entscheidungen stauen.
Execution-Mode: Blick auf Verantwortung, Management-Skills, steuert die Umsetzung.
Zu viel davon, wenn alle nur noch auf deine Freigabe warten.
Sind die Menschen eingebunden?
Gefragt, wenn Widerspruch nur noch unter vier Augen angesprochen wird.
Engagement-Mode: Blick auf Menschen, soziale Skills, schafft Verbindung.
Zu viel davon, wenn die Stimmung gut ist, aber Ergebnisse ausbleiben.
Bleibt es zukunftsfähig?
Gefragt, wenn dasselbe Ergebnis mehr Aufwand kostet als im Vorjahr.
Enhancement-Mode: Blick auf Zukunft, strategische Skills, gestaltet Erneuerung.
Zu viel davon, wenn ständig Neues beginnt und Altes liegen bleibt.
Wie du führst, heißt Leadership Mode, kurz Modus. Es gibt vier, je Farbe einen (Feld 1, unten). Kein Persönlichkeitstyp: Je nach Lage aktivierst du einen Modus.
Repertoire: Du hast unterschiedlich hohe Anteile aller vier Modi, manche fallen leicht, andere kosten Kraft.
AchtungDein Drive, also deine Energie, verstärkt den passenden Modus, aber genauso den falschen.
TippDu musst nicht alles können. Welcher Modus fehlt in deinem Team?
Lage lesen. Welche Anforderung ist gerade dran? Die Signale in Feld 1 zeigen es. Situational Awareness
Fokussieren. Genau diese eine in den Blick nehmen. Attention
Dich selbst erkennen. In welchem Modus bin ich gerade? Self-Awareness
AchtungBevor du nachlegst, frag dich: Braucht die Situation wirklich mehr davon?
MerkeErst prüfen, ob dein Modus passt. Dann Gas geben.
Unterbrechen. Den bisherigen Modus bewusst stoppen. Disengagement
Neu zusammenstellen. Mindset, Skills und Verhalten passend zur Lage. Reconfiguration
Umsetzen. So handeln, dass andere den Wechsel sehen. Enactment
AchtungDie größte Hürde ist dein Erfolg: Was dich erfolgreich gemacht hat, wird leicht zur Antwort auf alles.
MerkeWer öfter wechselt, als die Lage verlangt, wirkt nicht flexibel, sondern unberechenbar.
Dein Verhalten ändern, etwa den Ton im Gespräch. Was ist hier gerade wirklich die relevante Anforderung?
Zwei Dinge zugleich schützen, etwa Tagesgeschäft und Neues: feste Zeiten, eigene Verantwortliche.
Dein Mindset neu einstellen, bevor es versagt. Was funktioniert heute noch, könnte uns aber morgen begrenzen?
MerkeNur was bewusst geschützt wird, hält dem Tagesgeschäft stand.
Kommt etwa künstliche Intelligenz in deinen Bereich, läuft die Veränderung nicht als gerade Linie, sondern in drei Runden.
Drei Runden mit je vier Anforderungen: Excellence, Execution, Engagement und Enhancement
TippHakt es später, geh bewusst eine Runde zurück.
Für NeugierigeIm Artikel heißt das Triple Loop of Change. Das ergibt zwölf Hebel.
TippDer Wochen-Check in zehn Minuten. Stell für jedes Vorhaben die vier Fragen aus Feld 1. Die schwächste Antwort zeigt, was diese Woche zählt und welchen Modus du brauchst.
Unsere Anwendung des Modells, kein Werkzeug aus dem Artikel.
Für NeugierigeWarum Führung zählt: Leistung entsteht aus dem Verhalten der Mitarbeitenden, und Führungskräfte sind „die Architekten des Performance Core“.
Die eine Frage, mit der der Artikel endet
„Was verlangt diese Situation von mir und bin ich bereit, dafür anders zu führen als bisher?“
Du kannst hier schieben und mit zwei Fingern vergrößern.